Keine 30 Stunden für mehrere hundert kubanische Ärzte
Manches geht sehr viel schneller, als man hier so mitbekommt - das Erdbeben unter Haitis Hauptstadt war auch auf Kuba zu spüren. Und dort wurde schnell reagiert: Mehrere hundert kubanische Ärzte kamen bereits am 13.01. auf Haiti an (siehe diesen Bericht des DeutschlandRadio vom 14.01., 4.00 morgens, falls nicht mehr im Original abrufbar, auch als pdf-Datei). Nach Angaben von Fidel Castro sind übrigens bis zu 1000 Ärzte aus Kuba oder mit kubanischer Ausbildung und Hilfe auf Haiti im Einsatz (siehe seinen Kommentar hier).
Dass Kuba diese Hilfe so selbstverständlich leistet, ist besonders hervorzuheben, wenn man den täglichen Kampf bedenkt, der auf Kuba gegen Mittel- und Materialknappheit geleistet wird (und der, wie bereits schmerzlich festgestellt werden musste, auch nicht ohne Folgen bleibt). Kuba muss geholfen werden, Haiti zu helfen! Und genau das dachte man sich auch in Norwegen und stellte 5 Millionen Kronen (mehr als 600.000 Euro) für Medikamente und medizinisches Material bereit (siehe vollständigen Artikel hier).
Inzwischen wird Kubas Hilfe auf Haiti sogar noch wichtiger - nachdem die USA teilweise ihre sowieso schon viel zu militarisierende Hilfe einstellen, zeigt sich, wie hoch die sich an Menschenwürde orientierende und trotz materieller Knappheit effektive Arbeit der kubanischen Medizin und ihrer Ärzte einzuschätzen ist.
Und was bleibt uns? Helfen auch wir! Zuerst einmal denken wir dabei natürlich an die Menschen auf Haiti, deren Lage angesichts der drängenden Probleme immer verheerender wird. Neben den üblichen Hilfsorganisationen, die in diesem Zusammenhang zu Spenden aufrufen (Infos beim DZI, speziell zu Haiti) empfehlen wir ganz klar, die kubanische Ärztebrigade "Henry Reeve" auf Haiti zu unterstützen. Deswegen wiederholen wir an dieser Stelle den Spendenaufruf der Cuba-Solidaritätsorganisationen:
Spenden Sie bitte unter dem Stichwort „Ärztebrigade in Haiti“ auf das Spendenkonto der Freundschaftsgesellschaft BRD-Kuba:
Postbank Köln, Konto 307 984 507, BLZ 370 100 50.
Mehr Infos zu diesem Spendenaufruf, zu Hintergründen und zur kubanischen Position, sowie Berichte und Verweise auf weitere interessante Artikel finden Sie auf dieser sehr lesenswerten Seite.
Daneben möchten wir natürlich auch auf unser Projekt "Ein Krankenwagen für Kuba!" aufmerksam machen. Denn wir finden, nicht nur Kubas Engagement auf Haiti muss unterstützt werden, sondern auch die Kubaner selbst brauchen unsere Hilfe im Alltag. Über Ihre Unterstützung mit einer Spende auf das folgende Konto der Cuba-Solidarität Heidelberg e. V. unter dem Stichwort „Krankenwagen“ würden wir uns sehr freuen.
Cuba-Solidarität Heidelberg e. V.
Konto-Nr.: 612 804
BLZ: 672 500 20
Der Verein Cuba-Solidarität Heidelberg e. V. ist als gemeinnützig anerkannt und stellt Ihnen gerne eine Spendenquittung aus, wenn Sie dies auf der Überweisung vermerken.